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Mitteldeutsche
Zeitung, 4. Juli 2002, Seite 17 |
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22 Sekundarschüler
haben Halle gemalt - Verein stellt ihre Bilder ins Internet |
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| Von MARTIN SCHRAMME | ||||||
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| Stefanie Hermann, Peggy Kühn, Thomas Richter und Thomas Sturm haben ihre Halle-Bilder und die von weiteren 18 Sekundarschülern ins Internet gestellt. Die hallesche Initiative IfHaS hatte sie entdeckt. MZ-Foto: Bettina Wiederhold | ||||||
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Halle/MZ. Händel schippert auf einer Note über
die Saale, die Türme der Marktkirche verwandeln sich in Minarette, das
Straßenpflaster ist ein Mosaik aus hellblauen und dunkelblauen Steinen
- 22 Schüler einer 10. Klasse der Sekundarschule Adam Ries haben Fantasie
bewiesen und stehen nun mit ihrer Sicht auf Halle im Internet. Die Initiative
für Halle und den Saalkreis (IfHaS), die sich für den Erhalt der
historischen Bausubstanz einsetzt, hatte ihre Arbeiten für sich entdeckt
und eingescannt.
Der Vorsitzende von IfHaS, Norbert Böhnke, war in Halles Sekundarschulen unterwegs, um für die Konrad-Adenauer-Stiftung Veranstaltungen zum Thema "Zukunft der Sekundarschule" zu organisieren. Da fielen dem engagierten Wahlhallenser die Halle-Bilder auf, die Kunstlehrerin Andrea Hamann in die Flure der Adam-Ries-Schule gehängt hatte. Sie waren bereits in der 9. Klasse entstanden. Böhnkes spontane Idee, als er die Arbeiten sah: "Die würden ganz gut auf die Internet-Seite von IfHaS passen." Gesagt, getan. Vier Schüler und ihre Kunstlehrerin lud er in die Vereinsräume in der Kleinen Ulrichstraße ein, um die Halle-Bilder ins Internet zu stellen. Da waren Stefanie Hermann, Peggy Kühn, Thomas Richter und Thomas Storm natürlich stolz. Stefanies Collage ist nun weltweit zu sehen, mit dem Eselsbrunnen, der Hochhausfassace vom Haus des Lehrers und den Fäusten, die sie - anders als das Original am Riebeckplatz - orangefarben statt grau gezeichnet hat. "Halle hat viele Sehenswürdigkeiten", verteidigt sie ihre Heimatstadt. Thomas Richter, der auf seine Geburtsstadt Halle und den Osten stolz ist, hat auf seinem Bild den Innenhof des Händelhauses und eine Straßenansicht verarbeitet. Das Straßenpflaster ist bei ihm ein Mosaik aus hellblauen und dunkelblauen Steinen. "Überhaupt waren Blautöne bei meinen Schülern sehr beliebt", sagt Kunstlehrerin Hamann. "Hier lebe ich. Hier sind meine Freunde. Hier möchte ich nicht wegziehen", sagt Thomas Sturm. In einem Architektur- und Designkurs hat er wichtige Sehenswürdigkeiten wie Moritzburg, Roten Turm und Marktkirche fotografiert. Sie tauchen auch in seinem kleinen Kunstwerk auf. "Aufbauen, zerstören, wieder aufbauen", beschreibt Peggy Kühn, wie sie am liebsten malt. Sie mag die Bilder von Picasso und Halle im Sinne des Meisters verfremdet. Für sie steht fest: "Ich lerne mal einen künstlerischen Beruf." Die Bilder findet ihr im Internet unter: www.ifhas.de |
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