Die Bauhütte Roter Turm |
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Aus dem Vorwort des ersten Heftes der Schriftenreihe
der Bauhütte: |
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| Baugeschichte des Roten Turms (mit Bildern Posts, Kirchners, Feiningers, C.D. Friedrichs) | ||||||||||||||||
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| Die
begeisterten Männer (v.l.n.r.) im Jahr 1946: Kirsten (Verwaltungsdirektor Stadttheater), Scholz (Buchhändler), Prof. Serauky (Musikwissenschafter), Mügge (Architekt Staatshochbauamt), Radojewski (Grafiker) |
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Die Diskussion um die Marktplatzostseite Erich Neuss, seit 1928 Direktor des Stadtarchivs und der
städtischen Bibliotheken, beteiligte sich intensiv an der Diskussion
um die Gestaltung der Ostseite des Marktplatzes. |
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...und eine begeisterte Frau (v.l.n.r.): |
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Nach dem 2. Weltkrieg war Erich Neuss neben Adolf Heilmann
und Wolfgang Fraustadt einer der Initiatoren der "Bauhütte Roter
Turm". Die Bauhütte sollte in "unbürokratischer Form in Übereinstimmung mit der Stadtverwaltung alle Maßnahmen treffen, die der Vorbereitung des Wiederaufbaus der hallischen Kulturstätten dienen." (Heilmann, 20.1.46) In erster Linie sahen die "begeisterten Männer" es als ihre Aufgabe an, den Roten Turm neu erstehen zu lassen. Auf der 22. Sitzung der Bauhütte (4.5.46) referierte Erich Neuss zum Thema `Wiederaufbau Altes Rathaus´. Neuss hatte schon Ende April gezweifelt, dass das Material zur Sicherung des Rathauses (Abdeckung etc.) "zur Verfügung" stehen werde. Wenige Tage später führte Neuss aus: "Ein Wiederaufbau des hallischen Rathaus in seiner alten Form kommt m.E. nicht in Frage (...) ein einfaches Nachbauen eines Gebäudes, dessen Aufwand in keinem Verhältnis zu der Unwirtschaftlichkeit und Geringfügigkeit seiner räumlichen Leistung stünde, kommt nicht in Frage." Ziel eines wie auch immer gestalteten Rathausneubaus müsse sein, den freien Einblick "´die ganze Leipziger Straße hinauf´" zu vermeiden. Nach dem Abbruch von Wage und Rathaus schrieb Neuss über das Renaissance-Portal der Wage: "Man wird das Renaissance-Portal beim Abbruch nicht zerschlagen, sondern wie es mit den zahlreichen architektonischen Einzelstücken vom alten Rathaus schon geschehen ist, seine Teile sorgfältig kennzeichnen und aufbewahren. Vielleicht kommt einmal eine Zeit, die unbekümmert genug ist, ein Musterbeispiel alter vaterstädtischer Steinmetzkunst in einem modernen Gebäude wieder aufzustellen, den Vorfahren wie den Nachkommen gleichermaßen zum Ruhme." Das Renaissance-Portal befindet sich heute im Innenhof der Staatlichen Galerie Moritzburg (siehe Leserbriefe vom 3.11.00). "Die Sandsteinarbeit befindet sich in einem schlechten Zustand und bedarf unbedingt einer restauratorischen Sicherung und möglicherweise auch Restaurierung" (Brief des LfA vom 18.4.01) |
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Die Fotos stellte freundlicherweise Herr Architekt
W. Fraustadt (Halle) zur Verfügung. In seinem Brief an den Autor schrieb
Fraustadt: "Dass auf dem Foto mit dem Bild vom Alten Rathaus in Großformat,
das wie ein Fensterausblick wirkt, ausgerechnet die beiden Persönlichkeiten
Heilmann und Neuss miteinander diskutieren, die sich den Abriss des Alten
Rathauses auf die Fahne geschrieben haben, stellt eine Ironie der Stadtgeschichte
dar." (28.10.2001) |
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